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Lehrkräfte diskutieren zum Thema Klimawandel

Die Arbeitskreise SCHULE­WIRTSCHAFT Südhessen und Merck organisierten am 15. November 2022 eine Online-Tagung für Lehrkräfte zum Thema „Schule & nachhaltige Bildung – Konzepte zum Klimawandel“.

Die Arbeitskreise SCHULE­WIRTSCHAFT Südhessen und Merck organisierten am 15. November 2022 eine Online-Tagung für Lehrkräfte zum Thema „Schule & nachhaltige Bildung – Konzepte zum Klimawandel“. Mit drei Impulsvorträgen aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln wurde dieses Thema mit rund 50 Lehrkräften und Bildungsverantwortlichen diskutiert.

Die globale Erwärmung als zentrale Herausforderung unserer Zeit verlangt wirksame Antworten, innovative Denk- und Lösungsansätze sowie internationale Zusammenarbeit. Die Veranstaltung verdeutlichte, dass die Folgen des Klimawandels sowie die notwendigen Anpassungsmaßnahmen zum Schutz vor diesen, große gesellschaftliche und wirtschaftliche Anstrengungen und Veränderungen erfordern – auch durch neue Unterrichtskonzepte im schulischen MINT-Unterricht.

Inhalte und Standpunkte:

Prof. Dr. Ute Harms (IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik) erläuterte im Kontext „Klimabildung“ sowohl die Grundlagen als auch wichtige Unterrichtsinstrumente. „Klimagebildete Menschen, die den menschengemachten Klimawandel verstehen, sind das erste Prinzip auf dem Weg zur Veränderung“, so Harms.

Dr. Thomas Schneidermeier (Goethe-Gymnasium Bensheim / Vorstandssprecher Zentrum für Chemie e.V.) stellte konkrete Unterrichtsreihen zum „Problemraum Treibhauseffekt und zum Lösungsraum Wasserstoff“ vor. Er setzt dabei sehr stark auf das Partizipationsprinzip der Schülerinnen und Schüler durch die Einbindung von zu erstellenden Erklärvideos.

„Wir machen das Falsche immer nur perfekt“, so mahnte Prof. Dr. Michael Braungart, Erfinder des „cradle-to-cradle-Prinzips“ als Grundlage für die Kreislaufwirtschaft. Der Chemiker und Verfahrenstechniker Braungart fordert ein radikaleres Umdenken auf dem Weg zur Herstellung öko-effektiver Produkte. Als „cradle-to-cradle-Paradebeispiel“ aus dem Umfeld „Schule“ nannte Braungart ein holländisches Gymnasium in Schiedam. In dem CO2-neutralen Bau geben z.B. Informationsdisplays Auskunft darüber, welche Einsparungen die vielfältig angelegten Klimamaßnahmen ermöglichen, so dass heranwachsende Generationen identitätsstiftend an die Thematik herangeführt werden. Er bot außerdem an, auch direkt an Schulen zu kommen, um seine Projekte vorzustellen und mit Schülerinnen und Schülern in Dialog zu treten.

Eingebettet in den NaWi-Fachtag wurde außerdem der diesjährige Julius-Adoph-Stöckhardt-Preis vergeben, mit dem Merck zusammen mit der Fachzeitschrift „Chemie in unserer Zeit“ den experimentellen Chemieunterricht an Schulen würdigen. Die diesjährige Preisträgerin ist Carola Nieß (Lehrerin für die Fächer Chemie und Biologie am Gymnasium Weierhof in Bolanden). In der von ihr entwickelten Unterrichtseinheit nutzt sie Smartphones zur Bestimmung des roten Farbstoffs Azorubin in einem isotonischen Sportgetränk und bietet damit eine einfallsreiche Lösung für ein schulalltag-taugliches Photometer mithilfe digitaler Endgeräte.

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Ansprechpartnerin

Fabienne Bardonner

Pressesprecherin und Kommunikation

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fbardonner@uvsh.de