Mitglied werden

VhU Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im November 2021

Die Arbeitslosigkeit ist im November von rund 19.200 auf rund 18.600 gesunken. Die Zahl der aktuell offenen Stellen im Bestand liegt mit knapp 6.600 um 44,1 Prozent über dem Stand vor einem Jahr. Gute Voraussetzungen auch für Langzeitarbeitslose, den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.

Darmstadt. Die Arbeitslosigkeit ist im November von rund 19.200 auf rund 18.600 gesunken. Die Zahl der aktuell offenen Stellen im Bestand liegt mit knapp 6.600 um 44,1 Prozent über dem Stand vor einem Jahr. Gute Voraussetzungen auch für Langzeitarbeitslose, den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. 

„Hinter den Umbauplänen der Ampel-Koalitionäre von der Grundsicherung zum Bürgergeld muss man ein großes Fragezeichen machen: Sanktionsmoratorium, höheres Schonvermögen, höhere Wohnungskosten, Wegfall des sog. Vermittlungsvorrangs und stattdessen Vollzeit-Weiterbildungen. Dies schwächt den Aktivierungsgedanken als Kern der erfolgreichen Arbeitsmarktreform vor fast 20 Jahren. Es droht ein Rückfall in die alte Welt der erfolglosen Qualifizierung auf Vorrat und am Bedarf vorbei. Positiv zu bewerten sind hingegen die mittelfristig angekündigten besseren Zuverdienstregelungen. Ich appelliere an Jobcenter und Arbeitsagenturen in Südhessen, strikt Kurs zu halten auf Beschäftigung. Wir erneuern unsere Forderung nach Transparenz und Rechenschaft der Jobcenter über ihre Vermittlungserfolge“, erklärte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Widuch weiter: „Gut für Unternehmen und Beschäftigte ist hingegen, dass die Ampel-Koalitionäre die Flexibilität am Arbeitsmarkt nicht einschränken wollen. Zeitarbeit, Werkverträge, Befristung und Minijobs sind wichtige und erfolgreiche Flexibilisierungs­instrumente, die echte zusätzliche Beschäftigung generieren. Bei der dringend nötigen Arbeitszeitflexibilisierung hat hingegen der Mut gefehlt. Statt komplizierter Experimentierklauseln müsste das Arbeitszeitgesetz endlich von einer Tages- auf eine Wochenbetrachtung umgestellt werden. Eine schwere Hypothek für Arbeitsmarkt und Tarifparteien ist der 12-Euro-Mindestlohn. Diese Lohnsteigerung um 25 Prozent vom Grünen Tisch der Politik mag populär sein, sie aber hebelt etliche Tarifverträge aus und erschwert die Beschäftigung von gering Qualifizierten“.

„Insgesamt enthalten die Pläne der Koalition zum Arbeitsmarkt eine Reihe von zielführenden Elementen, aber leider auch schwere Hypotheken und viele Hinweise auf mehr Bürokratie und Kontrolle“, so Widuch abschließend.

Weiterführende Hinweise: VhU-Position_Reform_Jobcenter-Organisation_01.02.2021_final.pdf

Weitere Presse­mitteilungen

Ansprechpartnerin

Fabienne Bardonner

Pressesprecherin und Kommunikation

06151 2985-42
fbardonner@uvsh.de