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VhU Darmstadt und Südhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Oktober 2022

Widuch: „Immer noch zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt // Übergang Schule-Beruf dringend verbessern!“

Darmstadt. Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist mit 20.077 im Monat Oktober nahezu unverändert. Trotz vielfältiger Unsicherheiten – ausgelöst durch Energiepreiserhöhungen, Lieferkettenstörungen und dem Krieg in der Ukraine – zeigt sich der hessische Arbeitsmarkt im Oktober weiterhin robust. Die Anzahl offener Arbeitsstellen liegt in Südhessen mit über 7.200 weiterhin auf einem hohen Niveau. Zudem ist noch eine große Zahl von Ausbildungsplätzen in Südhessen unbesetzt. Zum 30.09.2022 waren 532 offenen Ausbildungsplätze bei der Agentur für Arbeit Darmstadt gemeldet. 

„Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell und mit ihren zahlreichen Entwicklungsmöglichkeiten eine Qualifikation erster Klasse. Ausbildungsbewerbern bieten sich aktuell noch viele Chancen auf einen spannenden Ausbildungsplatz, insbesondere im Einzelhandel und Verkauf, im Handel, Handwerk und der Industrie, im Büromanagement und der Logistik, aber auch im Gesundheitsbereich und der Hotellerie. Unversorgten Ausbildungsinteressierten empfehle ich, sich regional flexibel aufzustellen und auch abseits der großen Städte und Top-10-Berufe zu suchen, dann stehen viele Türen offen“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände.

Als „problematisch“ bezeichnete Widuch den weiter anhaltenden Azubi-Mangel. „Im Vergleich zu 2020 hat die Bewerberanzahl deutlich abgenommen. Die Lage auf dem Ausbildungs­markt verschärft sich weiter, denn auf 532 unbesetzte Ausbildungsstellen zum 30.09.2022 kamen nur noch 125 Bewerberinnen und Bewerber. Viele Betriebe können ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen, weil es schlicht an geeignetem Nachwuchs fehlt. Das ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr für unsere Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Hessen“.
 
Dringenden Verbesserungsbedarf sieht Widuch im Übergang von der Schule in den Beruf: „Das Land muss mehr und längere Praktikumsphasen in der Schulzeit sowie eine verpflichtende Berufsberatung vorschreiben. Zudem muss das Kultusministerium endlich klare Vorgaben und Umsetzungshilfen für die Berufliche Orientierung in Schulen machen und die Arbeitsverwaltung muss den Ausbildungs­markt auch konsequent überregional im Blick haben und vermitteln.“.
 

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